Aktuelle Lehrveranstaltungen

Das Lieblingsspiel. Aktuelle Positionierungen und Konzepte im Amateurtheater

Stephan Schnell, M.A.

Zu Zehntausenden, vielleicht mehr, treiben sie ihr Spiel jenseits der großen (Bürger-)Bühnen in den Vorstädten und auf den Dörfern – die Amateure. Im Schatten der Hochkultur prägen sie mit ihren Ästhetiken und thematischen Setzungen ihre Weltbilder – und die ihres Publikums. Um sich nach Innen und Außen eine politische Erscheinungsform und gesellschaftliche Stimme zu geben, haben sich in über 2500 Vereinen organisiert und zu einem Verband zusammengeschlossen. Wie aber lässt sich dieser Theaterverband heute und künftig im Gefüge gegenwärtiger Kulturpolitiken positionieren?

Die Studierenden werden im Anschluss an eine kritische Analyse der gegenwärtigen Positionierungen und Konzepte in einem letzten Schritt eigene, alternative Modelle und Konzepte für die Vermessung künftiger Spielräume entwickeln. Dabei können Ideen für Programmformate wie Festivals, Fortbildungen und weitere Formate Kultureller Bildung entstehen.

Fortsetzung zu Social Urban Art (Wintersemester 2019/2020)

Diana Wesser

Angaben zum Seminar werden in Kürze ergänzt.

 

Willkommen Anderswo — wider aller Grenzen

Adele Dittrich Frydetzki, Lisa Dressler und Dana Soubh

In Bautzen heißt es erneut Willkommen Anderswo – im September findet das Festival in dieser Form bereits zum dritten Mal statt und lädt neben partizipativen Theaterproduktionen aus deutschen Stadt- und Staatstheatern auch internationale Performances aus Nordirland und Polen ein. Das Seminar widmet sich feministischen Perspektiven auf das Festivalmotto und entwickelt gemeinsam Formate, die sich auf inhaltlicher und/oder künstlerischer Ebene mit eben diesem beschäftigen und welche  im September in das Festival miteingebracht werden.

 

Theater in Ostdeutschland nach der Wende. Genealogie und Gegenwart

Stefan Petraschewsky

Das Seminar untersucht zentrale Entwicklungen des Theaters in Ostdeutschland seit 1990, um durch dessen Genealogie die gegenwärtigen Strukturen dieser Theaterlandschaft verstehen und ihren Herausforderungen begegnen zu können. Verfolgt werden unterschiedliche Phasen des Theaters im Osten Deutschlands von der Gründungszeit nach dem Einheitsvertrag über eine längere Fusions- und Frustrationsphase Mitte der neunziger Jahre und die Aufschwungversuche einzelner Häuser und Theatermacher*innen bis zum turning point 2015 und die neue Aufmerksamkeit für Theaterkultur im ländlichen Raum. Die theoretische und historische Arbeit soll durch Einladungen repräsentativer Theatermacher*innen und eine Exkursion ergänzt werden.