Aktuelle Lehrveranstaltungen

Aufstand der Geschichten: Das Projekt neue unentd_ckte narrative zwischen Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Jane Viola Felber und Franz Knoppe

Die Studierenden führen im Rahmen des Modellprogramms „neue unentdeckte narrative“ unter fachkundiger Anleitung praktische Projekte durch. Das Programm ist ein Schnittstellenprogramm zwischen Kultur, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, um generations- und zielgruppenübergreifende Handlungsansätze gegen Rechtspopulismus zu entwerfen und möglichst breite Teile der Stadtgesellschaft einzubinden. Es basiert auf dem Methoden- und Erfahrungstransfer zwischen Chemnitz und Städten mit vergleichbarer Transformationsgeschichte in Europa, und ist als solches an den Bewerbungsprozess von Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt angedockt.

Brecht mit Brecht multiplizieren

Anja-Christin Winkler und Thomas Hertel

In diesem zweisemestrigen Projekt planen, konzipieren und inszenieren Studierende das Doppelstück Der Jasager / Der Neinsager von Bertolt Brecht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikpädagogik der HMT und einer Schülergruppe des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums in Leipzig-Lößnig.

Die journalistische Theaterkritik

Dimo Rieß, Leipziger Volkszeitung

Der Weg von der gedanklichen Analyse zur schlüssig-flüssigen journalistischen Theaterkritik ist steinig. Der Kurs sucht als Schreib-Workshop Wege zum Ziel. Anhand von Theaterkritiken aus verschiedenen Medien schärfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Analyse-Werkzeuge. Vor allem aber besuchen sie selbst Theatervorstellungen, formulieren Kritiken und feilen an Texten – unter Beachtung von Zielgruppe, Medium und den relevanten Merkmalen der jeweiligen Inszenierung.

Lass Dich/Mich verführen. Mit Brechts „Hauspostille“ durch Leipzig

Prof. Dr. Heeg, Sophia-Charlotte Reiser, Henrike Schmidt, Dana Soubh, Helena Wölfl, M.A.

Das Seminar verbindet eine intensive Befassung mit Brechts Gedichten aus der Hauspostille, einer der bedeutendsten Gedichtsammlungen des 20. Jahrhunderts, mit der Recherche zu historisch aufgeladenen Orten der Stadt Leipzig und der Vorbereitung und Durchführung eines Reenactment Walks, der auditive Erinnerungspuren an die Geschichte Leipzigs und Brecht mit der Performance der Hauspostillen-Gedichte kombiniert.
Der Reenactment Walk LASS DICH/MICH VERFÜHREN findet im Rahmen des 16. Symposiums der Internationalen Brecht Gesellschaft (IBS) am 19. und 21. Juni 2019 in Leipzig statt. Er bringt herausragende Orte der Stadt Leipzig wie z.B. den Augustusplatz und die Oper Leipzig, die Thomaskirche, das Synagogendenkmal, die Runde Ecke und den Richard Wagner Platz in eine Konstellation mit Brecht.

Brechts Theorie-Fragment „Der Messingkauf“: Lektüren und Erprobungen

Dr. Melanie Gruss und Michael Wehren, M.A.

Brechts Fragment Der Messingkauf lädt uns ein, drei Nächte lang einer Diskussion über das Theater im wissenschaftlichen Zeitalter beizuwohnen. Zu Gast sind u.a.: Der Philosoph, der Dramaturg, die Schauspielerin, der Schauspieler. Im hin und her der Argumente, in abgebrochenen Monologen, Streitgesprächen und überraschenden Repliken entwickelt sich ein Theater der Theorie, das ebenso produktiv wie irritierend sich gegen eine diskursive Schließung sperrt: Wie zuvor Fatzer bleibt auch Der Messingkauf ein Fragment. Als solches zeichnet es sich durch eine Vielzahl von Textsorten und Schreibweisen sowie eine ebenso wuchernde wie selbstkritische Überarbeitungs- und Varianten -kultur aus, in der u.a. Theater, Politik, Schauspielkunst, Ethnologie und Anthropologie aufeinander treffen, sich gegenseitig spiegeln, aber auch in Frage stellen. Übungen, Spielszenen aber auch Gedichtfragmente tun ihr Übriges, die sichere Textgestalt dieses Theaters der Umschriften und der Theorie nicht zur Ruhe kommen zu lassen.