MittwochsLounge

Veranstaltungsreihe des Centre of Competence for Theatre (CCT) und des Instituts für Theaterwissenschaft im WiSe 20/21.

Alle Termine auch in unserem Kalender sowie auf dem Programmflyer.

Weitere Informationen auch auf der Website des Instituts.

Zu den Reihen

Das Institut für Theaterwissenschaft und das Centre of Competence for Theatre sind arbeiten stetig daran für die Studierenden und andere Interessierte über den gewöhnlichen Universitätsbetrieb hinaus auch weitere Veranstaltungen zu organisieren, um einen lebendigen Diskurs zwischen Kunst und Wissenschaft zu befruchten. Die Veranstaltungsreihe »MittwochsLounge« wird dafür im Wintersemester 20/21 dabei mit drei Formaten zu unterschiedlichen theaterwissenschaftlichen Themenbereichen stattfinden.

Aktuell erarbeiten wir für alle Veranstaltungen unser Konzept und werden Sie ebenfalls rechtzeitig darüber in Kenntnis setzten, ob und in welcher Form die Veranstaltungen stattfinden und wie Sie daran teilnehmen können.

Freie Radikale – Unabhängige Theaterarbeit heute

Die freie und Amateurszene in Theater und verwandten Künsten ist in den ver­ gangenen Jahrzehnten nicht nur ein immer lebendigerer Ort kultureller Selbst­ verständigung geworden, sie wird sogar zunehmend als wichtiger kulturpolitischer Ansprechpartner gesehen und als Praxisform der Zukunft apostrophiert. Dabei entsteht ästhetisch, soziokulturell und organisatorisch im wahrsten Sinne Weltbewegendes. Von community theatre über kollektive Arbeitsprozesse und transkulturelle Erfahrungsräume bis hin zu gut gemachter Unterhaltung durch ‚well made plays‘ finden sich in der Amateur­ und freien Theaterpraxis vielfältigste Formen und Strategien, die zum Ziel haben, Menschen zusammenzubringen und sie gemeinsam Erfahrungen und Erkenntnisse gewinnen zu lassen. In der Spanne zwischen lokaler und regionaler sowie internationaler und transkultureller Arbeit lassen sich in den freien und Amateurkünsten der Gegenwart Potenziale für ein Zusammenleben unter herausfordernden Umständen gewinnen

Termine

  • 04.11.2020: »Flugschneider, Leinen Los – Für die Sterne! Inklusive Theater- und Tanzarbeit heute« mit Eva Ellerkamp und Simon Reimold (Heyoka Theater Ulm), Gustavo Filjakow (Fast Forward Dance Company Leipzig), Melanie Gruß (Institut für Theater- wissenschaft, Uni Leipzig), Ella Burkhard (MaDiThea), Günther Heeg und Meera Theeßen (CCT). 19 Uhr. Via Zoom.
  • 09.12.2020: »handeln zwischen glanz und niedergang, oder no fear – my dear« mit Holger Bergmann (DIE VIELEN, Berlin) im Gespräch mit Michael Wehren (Institut für Theaterwissenschaft, Uni Leipzig). 17 Uhr. Via Zoom.
  • 20.01.2021: »HeimatWeltBühne. Amateurtheater in ländlichen Räumen Ostdeutschlands« Vorstellung des BMBF-Forschungsprojekts des Centre of Competence for Theatre (CCT) mit dem Projektteam und Clément Labail (Theateratelier Kirchmöser), Nadine Fritzsche (Laientheater Eilenburg) und Frank Grünert (Brandenburgischer Amateurtheaterverband). 19 Uhr. Cammerspiele Leipzig.
  • 03.02.2021: »Die tanzende Schlange. Community theatre in der italienischen Provinz« mit Carlotta Vitale, Gommalacca Teatro (Potenza, Italien). 17 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.

Theater in Ostdeutschland nach der Wende

Das gleichnamige Seminar von Stefan Petraschewsky (MDR Kultur) untersucht zentrale Entwicklungen des Theaters in Ostdeutschland seit 1990, um durch dessen Genealogie die gegenwärtigen Strukturen dieser Theaterlandschaft ver­ stehen und ihren Herausforderungen begegnen zu können. Dabei soll Theater
vor allem als Spiegel der Zeit und ihrer gesellschaftlichen Groß­Probleme fungie­ ren (u. a. Arbeitslosigkeit, Rechtsruck, Rassismus). Im Laufe des Semesters werden eine Reihe von Gästen als Zeitzeugen eingeladen, um über ihre Erfahrungen zu berichten und darüber zu diskutieren.
Die Reihe findet statt im Rahmen des Seminars von Stefan Petraschewsky.

Termine

  • 07.11.2020: Regisseurin Franka Anne Kahl (Freiberg-Döbeln) und Schauspieler Matthias Brenner (Berlin/Halle) im Gespräch mit Stefan Petraschewsky (MDR Kultur) 10 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.
  • 11.11.2020: Regisseur Wolfgang Engel (Dresden) und Schauspieler Martin Reik (Halle) im Gespräch mit Stefan Petraschewsky (MDR Kultur). 17 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.
  • 12.12.2020: Regisseurin Andrea Moses (Weimar) im Gespräch mit Stefan Petraschewsky (MDR Kultur). 17 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.
  • 16.12.2020: Dramatiker Dirk Laucke (Berlin) im Gespräch mit Stefan Petraschewsky (MDR Kultur). 17 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.
  • 13.01.2020: Regisseurin Nina Gühlstorff (Weimar) im Gespräch mit Stefan Petraschewsky (MDR Kultur). 17 Uhr. Institut für Theaterwissenschaft.

Reihen Weise Fremd | Strange in Series

REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES widmet sich der Beforschung von Fremdheit(en) und Fremdheitserfahrungen. Diesem beweglichen und kontext­ gebundenen Gegenstand begegnet das Forschungsprojekt in ebenso beweg­ lichen Formaten an unterschiedlichen Orten. Mit jeder*m Eingeladenen aus verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen, theoretischen wie prak­ tischen Disziplinen, Forschungs­ und Wissensfeldern erweitert sich der Fächer an Methoden und Perspektiven für eine gegenwärtige und dringend notwendige Fremdheitsforschung.

REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES wird durchgeführt und konzipiert vom Team der Juniorprofessur für Theaterwissenschaft und gefördert von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Termine

  • 25.11.2020: »Autonome Artefakte.« Screening & Gespräch mit Johannes Kohout und Janek Totaro (AKINEMA, Göttingen). 19 Uhr. Via Zoom.
  • 21.01.2021: »Fremde Stimmen spielen« Screening & Gespräch mit Jana Seehusen (Berlin) und Gästen. 19 Uhr. Schaubühne Lindenfels, Grüner Salon. (Parallel Workshop »s*ich fremd spielen« mit Jana Seehusen am 15., 22. & 30.01. im Institut für Theaterwissenschaft)
  • 27.01.2021: »Gestische Forschung. Praktiken und Perspektiven« Buchvorstellung mit den Herausgeber*innen und Beiträger*innen. 17 Uhr. Via Zoom.
  • Organisatoren